Erkältung – was ist das & warum passiert das?

Jeder kennt sie, keiner liebt sie. Sie hält derzeit die Republik „in Atem“ oder besser „im Husten“. Aber warum passiert das zum Teil mit schöner Regelmäßigkeit und was hat das eigentlich mit der Kälte zu tun?

Nun, wahrscheinlich weniger direkt, als es sich zunächst vermuten lässt. In den allermeisten Fällen ist die Erkrankung eine Virus-Infektion und für diesen gibt es unter den kalten Bedingungen hervorragende Lebensumstände.

Tatsächlich haben kalte Außentemperaturen eine Wirkung, in dem die kühle Luft lokale Abwehrschwächen an den betroffenen Schleimhäuten mit sich bringt.

Vereinfacht gesagt, gelangen weniger weiße Blutkörperchen durch Veränderung der Schleimhautdurchblutung zur Abwehr an den Infektionsort. Das reicht aber nach den bisherigen Erkenntnissen nicht als einzige Ursache aus. Weitere Faktoren sind relevant, hierzu gibt es verschiedene Theorien:

  1. Die Verbreitung in engen und vor allem im Winter schlecht gelüfteten Räumen macht es den Viren einfacher das Opfer zu wechseln (enger Kontakt im Büro, der Bahn oder Geschäften).
  2. Durch verringertes Sonnenlicht (weniger UV-Strahlung) erhöhen sich die Überlebenschancen der Viren außerhalb eines Körpers
  3. Gleichzeitig verringert sich durch die schwache UV-Strahlung der aktive Vitamin-D-Gehalt im Körper, welches bei der Immunabwehr eine Rolle spielt.
  4. Auch die Psyche ist durch schwachen UV-Anteil des kurzen Tageslichts häufig in kalten Wintermonaten weniger stabil als im Sommer, was den von Viren attackierten Mensch ebenfalls schwächt.

Die Unterscheidung der klassischen Virusinfektion von einer bakteriellen Infektion ist für den Verlauf sehr wichtig, da die Behandlungskonzepte sehr unterschiedlich sind. Auch gilt es eventuelle Begleiterkrankungen zu berücksichtigen und in das individuelle Therapieprogramm zu integrieren.

Eine ärztliche Untersuchung und Beratung ist also sinnvoll, sodass ich ihnen im Kampf gegen die Erkältung zu Seite stehen kann.

Frühjahrsmüdigkeit

Die Vögel zwitschern, die Natur erwacht und der Körper hängt durch? Müdigkeit, Lustlosigkeit und trübe Stimmung? Beim Allgemeinarzt in der Praxis und auch in meinem Alltag als Internist in Düsseldorf ein häufig beklagter Zustand.

Die fast sprichwörtliche Frühjahrsmüdigkeit ist für viele ein sich wiederholendes Phänomen, das in Anbetracht der lebendigen Natur etwas paradox anmutet. Genaue wissenschaftliche Messungen und Beweise für die Existenz gibt es hierzu im Grunde nicht, aber verschiedene Erklärungsmodelle für ein überzufälliges Auftreten der Symptome.

Der Winter und der Sommer sind die zwei wesentlichen Pole im Jahr, Frühjahr und Herbst eher die Übergangsphasen. Umstellung der Tagesrhythmik hat der Körper nicht immer gern.

Über Melatonin und das Serotonin

Wahrscheinlich sind vor allem zwei gegensätzlich arbeitende Hormone, das Melatonin und das Serotonin, für diese Erscheinung wichtig. Das eher schlaffördernde Melatonin ist nach derzeitiger Annahme durch längere Dunkelphasen in seiner Produktion gesteigert, während sich das antreibende Serotonin im Winter zunehmend verbraucht. Dieses Missverhältnis am Ende der winterlichen Dunkelphase kontrastiert sich dann spürbar mit der eher aktiven Frühlingszeit. Die sich verändernde Außentemperaturen können außerdem anfänglich zu einem Absinken des Blutdrucks führen, was den Körper ebenfalls nicht gerade in Leistungsbereitschaft versetzt.

Das ganze Körpersystem muß sich also erst umstellen und das braucht ein wenig Zeit. In der Regel ist der Spuk nach circa vier Wochen vorbei.

Abzugrenzen bleibt aber diese verzögerte Anpassung des Körpers an die Jahreszeit von tatsächlichen Krankheiten. Neben Blutarmut und Schilddrüsenunterfunktion, verzögerte Nachbeben einer Virusinfektion bis hin zu sich anbahnenden Zuckererkrankungen, können sich auch ernsthafte Störungen der Körperfunktion hinter einer länger anhaltenden Abgeschlagenheit verbergen. Als Hausarzt und Internist in Düsseldorf kann ich ihnen helfen, zwischen einer Krankheit und der frühjährlichen kurzen Phase des Durchhängens zu unterscheiden. 

Therapie  der Frühjahrsmüdigkeit

Zur „Therapie“  der Frühjahrsmüdigkeit heisst es im wahrsten Sinne des Wortes aktiv werden. Das beste Mittel ist, wie so häufig, körperliche Bewegung und frische Luft. Am besten mit Freunden einen sonnigen Spaziergang, z.b. am Rhein. Einfach Tageslicht einfangen und gesund ernähren, um den Vitamin- und Hormonhaushalt zu richten. Achten sie auf die Flüssigkeitsaufnahme, aber meiden sie vor allem Alkohol und fettes Essen, insbesondere kurz vor dem Schlafengehen.

Dann kann der Sommer kommen!

Ran an den Speck!

Nach dem langen Winter stellen wir häufig fest, dass sich ein kleines Fettpolster langsam um die Hüften gelegt hat. In den allermeisten Fällen sind unsere Lebens-und Ernährungsgewohnheiten dafür verantwortlich. Aber wie werden wir diese „Notreserven“ wieder los? Die Frage wird auch häufiger dem Hausarzt in der Praxis gestellt.

Diät oder Ernährungsumstellung?

Nun, Diätempfehlungen gibt es viele, teilweise mit den merkwürdigsten Konzepten. Wurde noch vor einigen Jahren die fettarme Diät angepriesen, sind in der jüngeren Zeit vor allem die Kohlenhydrate in den Fokus geraten.


Auch das Stichwort „mediterrane Kost“ wird im Zusammenhang mit Gewichtsreduktion und Vorbeugung von Diabetes mellitus häufig gebraucht. Sie charakterisiert sich vor allem durch einen höheren Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln, Olivenöl als wichtiger Bestandteil und einen verhältnismäßig kleinen Anteil an tierischen Fetten und Fleisch. Viele Trenddiäten wiederum versprechen eine sehr rasche Gewichtsreduktion innerhalb kürzester Zeit, um die gewünschte „Bikinifigur“ möglich zu machen. Gerade bei sehr drastischen Gewichtsreduktion ist allerdings der berühmte Jojo-Effekt leider sehr häufig eine unvermeidliche Folge. Auch zeigt sich häufig, daß einige Diätformen zu kompliziert im Alltag umzusetzen sind. Tatsächlich können dann nur wenige Menschen ihre erzielte Gewichtsreduktion über längeren Zeitraum halten. Trotzdem ist natürlich das Unternehmen “ Ran an den Speck“ nicht hoffnungslos. Eine sehr gewissenhafte Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung und ehrliche Analyse der eigenen Gewohnheiten sind allerdings notwendige Voraussetzungen um einen Erfolg möglich zu machen. Letztlich ist nur eine konsequente Analyse und gegebenenfalls Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und das erzielen einer sogenannten negativen Energiebilanz zielführend. Das bedeutet, daß die täglich zugeführte Gesamtkalorienmenge niedriger ist als der Tagesenergiebedarf (Grundumsatz) ist.

Beratung zur optimalen Ernährung

Am Ende ist aber Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Gewichtsreduktion die medizinische Unbedenklichkeit des gewählten Konzeptes und ein zunächst einmal grundsätzlich gesunder Körper. Zu diesem Zwecke kann ich sie als Hausarzt und Internist beraten. Zudem lässt sich in einer körperlichen Untersuchung und gegebenenfalls auch Laboranalyse feststellen, ob beispielsweise gesundheitliche Erkrankungen bestehen oder gar Ursache der beobachteten Gewichtszunahme sind. Dann kann auch mit gutem Gewissen den Pfunden der Kampf angesagt werden!

Impfungen – Ein Thema, nicht nur der Kinder

Insbesondere durch die zum Teil hitzige Diskussion um die Impfungen gegen eine Infektion mit dem Masernvirus, die in den letzten Wochen sogar durch Talkshows ging, wurde das Thema noch einmal ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Natürlich wurde auch ich als Hausarzt hierzu immer wieder befragt. Die Empfehlung zur Masernimpfung gilt nicht für alle und jeden, sie ist letztlich vom Geburtsdatum und den vorab durchgeführten Impfungen abhängig.


Also eine sehr individuelle Entscheidung. Wurden oder werden Impfungen durchgeführt, sollten diese im entsprechenden Impfpass (gelbes Heftchen) mit Datum und Chargennummern des verwendeten Präparates, sauber dokumentiert werden. Generell gilt, nicht dokumentierte Impfungen werden als nicht durchgeführt gewertet.

Der Impfpass

Oft liegt der Impfpass mit den entsprechenden Eintragungen aus der Vergangenheit irgendwo zwischen den Reisepässen und dem Stammbuch in der unteren Schublade einer wenig beachteten Kommode. Sehr oft aber auch, ist der Ausweis im Rahmen von Umzügen oder längeren Auslandsaufenthalten verloren gegangen. Es fällt dann bei solchen Gelegenheiten auch auf, dass nicht nur der Masernimpfschutz unbekannt ist, sondern dass auch alle anderen Impfungen entweder lückenhaft oder schlicht nicht vorhanden sind.

Meine Impfempfehlungen

Welche Impfungen grundsätzlich zu empfehlen sind, lässt sich recht einfach aus dem als Richtlinie gültigen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) entnehmen. Es ist sozusagen das zentrale Organ und Register bezüglich Infektionskrankheiten des Bundesministeriums für Gesundheit und erstellt regelmäßig Veröffentlichungen zu neueren Entwicklungen und epidemiologische Daten. In dem Impfkalender ist anschaulich zu erkennen, welche Standardimpfungen von der Geburt bis zum Erreichen des Erwachsenenalters aktuell empfohlen werden. Je nach Alter, Aufenthaltsort und Vorerkrankung resultieren zudem ergänzende Empfehlungen, die außerhalb des regulären Schemas liegen. Hierzu zählen vor allem die Impfungen gegen Pneumokokken, den Grippevirus und den FSME-Virus. Selbstverständlich sind darüber hinaus spezielle Empfehlungen bei Auslandsreisen zu beachten. Wenn Sie also unsicher sind, bringen Sie Ihren Ausweis oder ihre Fragen einfach zum nächsten Gesundheitscheck mit.

Denn die Suche nach dem Impfpass lohnt sich, da möglicherweise eine Impflücke besteht, in deren Folge sehr anzunehmende Erkrankungen eine Konsequenz darstellen können. Das können Sie und ich als ihr Hausarzt in Düsseldorf gemeinsam verhindern.

Die Fette im Blut – das Cholesterin

Der ein oder andere kennt das Thema schon aus den Gesprächen mit dem Hausarzt, dem Internist oder Kardiologen: „Ihr Cholesterin ist zu hoch“. Aber was ist eigentlich das Cholesterin? Genau genommen sind sie ein lebensnotwendiger Grundbaustein verschiedener Hormone, Vitamine und auch von Zellwänden.

Warum ist Cholesterin unter Umständen gefährlich?

Zunächst mal Grundlegendes: Cholesterin ist als Fett nicht wasserlöslich und zum Transport im Blut in die Organe wird ein Träger benötigt.


Hierzu dienen sogenannte Transporteiweiße (Lipoproteine) und diese wiederum werden anhand ihrer chemischen Dichte unterschieden. In diesem Zusammenhang sind vor allem die beiden Protagonisten LDL (Low density lipoprotein) und HDL (High density lipoprotein) wichtig.

Es gibt das sogenannte „gute“ und das „schlechte“ Cholesterin.

Vor allem das LDL-Cholesterin gilt im Falle einer deutlichen Überhöhung des Wertes als ein Indikator für das erhöhte Risiko einer Gefäßverkalkung, der sogenannten Arteriosklerose. Als Folge dieser Gefäßveränderungen treten dann vor allem der Schlaganfall und der Herzinfarkt auf, die häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Wiederum das HDL-Cholesterin gilt als „beschützender“ Faktor vor eben diesen Erkrankungen. Somit kommt es bei der Beurteilung des Cholesterinwertes nicht nur auf den Absolutwert, sondern auch auf das Verhältnis der Cholesterine untereinander an. Auch die Ursachen dieser spielen eine wichtige Rolle. Die Höhe des Gesamt-Cholesterinwertes und seiner Untergruppen wird im Wesentlichen durch genetische Faktoren (Vererbung), aber auch durch verschiedene Umstände des Lebensstils, bestimmt.

Zur Beurteilung welche Richtwerte für den Einzelnen gelten, sind nach Erkenntnissen aus sehr vielen Studien bereits bestehende Erkrankungen und andere Risikofaktoren (Diabetes mellitus, Nikotinkonsum, Bluthochdruck) wichtig.

Ihre persönliche Cholesterin-Situation sollten Sie nach einer Bestimmung der Blutwerte mit einem Arzt klären.

Im Rahmen einer allgemeinen Check-up-Untersuchung werden diese Parameter in meiner Praxis als Hausarzt in Düsseldorf selbstverständlich abgefragt, da sie im Hinblick auf voraussehbare gesundheitliche Probleme eine besondere Stellung haben. Die möglicherweise erforderliche Behandlung ist ein zusätzliches Thema. Es können bereits Veränderungen des Lebensstils durchaus erstaunliche Verbesserung der Messwerte zeigen. Ob und in welcher Form dann sogar eine medikamentöse Therapie sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden, unter Berücksichtigung des individuellen Risikopotenzials und der persönlichen Einstellung bezüglich verschiedener Therapieformen. Ich kann ich sie gerne beraten.

Weiterführende Fachinformationen

Für sehr Interessierte gibt es umfangreiche und weiterführende Empfehlungen auf Portalen von Verbänden (http://www.lipid-liga.de) und Fachgesellschaften (http://leitlinien.dgk.org/files/2012_Pocket-Leitlinien_Dyslipidaemie.pdf), auch wenn diese häufig durch „Fachchinesisch“ nicht immer einfach zu verstehen sind.

Für Fragen stehe ich ihnen im Gespräch gerne zur Verfügung. Setzen Sie sich ins Bild, lassen sich beraten und entscheiden sie dann, wo und wie sie Hinweise auf gesundheitliche Probleme für die Zukunft beeinflussen wollen.

Eine zweite Arzt-Meinung ist manchmal wichtig

In der medizinischen Praxis werden Patienten häufig überfallartig mit wuchtigen Diagnosen und Entscheidungen über diagnostische und therapeutische Schritte konfrontiert. Leider sind die Gründe für die anstehenden Maßnahmen im hektischen Alltag oft unzureichend erklärt. Dahinter steckt kein böser Wille, sondern meistens schlicht fehlende Zeit zur wirklichen Kommunikation. Verständlicherweise fühlt sich der Laie mit den eventuell weitreichenden Fragestellungen und Entscheidungen überfordert.

Damit Sie sich nicht allein gelassen fühlen

Ich, wie auch die meisten meiner Kollegen, vertreten die Meinung, dass der Patient sich guten Gewissens und möglichst vollständigem Verständnis der Zusammenhänge, seine gesundheitlichen Entscheidungen überlegt treffen sollte. Wenn Sie als Patient das Gefühl haben, nicht ausreichend Informationen erhalten zu haben, wenn Ihnen die Zusammenhänge nicht plausibel erscheinen oder das Vertrauen in eine Diagnose fehlt, suchen Sie bitte ohne Vorbehalte das erneute Gespräch. Suchen Sie sich gegebenenfalls  auch eine „zweite Meinung“.

Eine Zweitmeinung gibt es auch in meiner Praxis

Es wäre anmaßend von mir, für jede fachspezifische Entscheidung, die vergleichbare Expertise des anderen Fachkollegen bieten zu wollen. Dafür sind die Themen und Möglichkeiten der modernen Medizin zu komplex und zu häufig im Wandel.

Als Hausarzt (Internist und Kardiologe) mit Praxis in Düsseldorf stehe ich Ihnen aber zur Verfügung und kann Sie besonders zu „meinen Themen“ im Sinne der zweiten Meinung bestens beraten. Auch bei anderen medizinischen Fragestellungen will ich Ihnen Unverständliches erklären, Stellung nehmen oder – falls erforderlich – mit dem Kollegen Rücksprache halten. Sollten dann immer noch Fragen oder Zweifel bestehen, werde ich Ihnen helfen eine kompetente „Zweitmeinung“ an anderer Stelle zu organisieren.

Sorgen Sie für Klarheit

Fragen zur Gesundheit dürfen nicht wie eine undurchdringbare Wand vor Ihnen stehen. Die Beleuchtung eines Themas von anderer Seite kann Ihnen dabei helfen.

Eine zweite Arztmeinung soll dafür sorgen, dass bei Ihnen ein Gefühl der Sicherheit entsteht, mit dem Sie der Zukunft entgegen gehen.

Ballaststoffe? – klingt erst mal gar nicht gut

Der Name ist im Grunde etwas verwirrend. Gerade im Zusammenhang mit Nahrung klingt vor allem der Wortbestandteil „Ballast“ eher nach einem Problem für die Gesundheit, als denn ein wichtiger Bestandteil.

Was sind überhaupt Ballaststoffe?

Eigentlich tragen Sie Ihren Namen, da sie im Grunde unverdauliche Anteile unserer Nahrung sind, die also nicht vom Körper aufgenommen werden können. Auch das klingt zunächst einmal nach einer zumindest unnützen Eigenschaft. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall.

Grundsätzlich gibt es zwei Ballaststoffgruppen, die löslichen und die unlöslichen Ballaststoffe, wobei beide in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommen. Die löslichen Ballaststoffe sind vor allem in Obst und Gemüse (Erdbeeren, Apfelmark, Brokkoli, Kartoffeln, Lauch und Linsengemüse) enthalten, die unlöslichen hauptsächlich in Getreide, also Vollkornbrot und Vollkornprodukten, trockenen Früchten und Nüssen, aber auch Kohl, Apfelschalen und Karotten. Fleisch enthält beispielsweise keine Ballaststoffe. Reine Weizenkernmehlprodukte, wie beispielsweise Brötchen, haben eher wenige.

Aber nun zu der Wirkung. Zunächst einmal erhöhen sie die Verweildauer des Nahrungsbreies im Magen da sie zumindest am Anfang träge im Transport sind. Das hat natürlich auch einen Einfluss auf das Sättigungsgefühl. Außerdem ist ihr Kaloriengehalt, im Vergleich zu den Stoffen die wir aufnehmen können (z.b. Kohlenhydrate), natürlich sehr gering.

Und worin liegt nun der Vorteil der Unverdaulichkeit im Darm?

Nun, er liegt vor allem in der Tatsache dass diese Ballaststoffe andere Stoffe im Darm binden, also an sich „ketten“. Die wasserunlöslichen Ballaststoffe binden im Darm Wasser und quellen, wie ein trockener Schwamm der ins Wasser gehalten wird, auf. Es entsteht schließlich eine für den Darm gut transportierbare Masse, die seine Bewegung anregt. Das fördert vor allem die Stuhlregulation, für viele Menschen die unter wiederholter Verstopfung leiden eine wichtige Tatsache.

Die wasserlöslichen Ballaststoffe binden außerdem verschiedene andere Substanzen im Darm und haben damit Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Über das „Festhalten“ der Gallensäure werden diese ausgeschieden und der Körper muss neue Gallensäure bilden. Hierzu braucht er Cholesterin. Es sinkt in der Folge der Cholesterinspiegel. Außerdem behindern die Ballaststoffe den raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Gerade für Menschen mit diagnostiziertem Diabetes mellitus eine besonders wichtige Tatsache.

Also fassen wir zusammen:

Das Ballaststoffe das Wasser und verschiedenen Stoffe im Darminneren binden, hat günstige Auswirkungen auf die Aktivität des Darmes, sowie unseren Stoffwechsel. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen nehmen wir in der westlichen Welt aber meist zu wenig effektive Ballaststoffe auf. Die allgemeine Empfehlung liegt bei 30 g täglich, tatsächlich sind es aber zumeist nur 15-20 g. Wir tun also gut daran, den pflanzlichen Nahrungsmitteln und den Vollkornprodukten mehr Beachtung zu schenken.

Aber wie so oft gibt es natürlich auch eine mögliche Kehrseite der Medaille. Wird nicht ausreichend Flüssigkeit mit den Ballaststoffen aufgenommen, wird dem Körper durch die Quellwirkung Wasser entzogen. Der Stuhl wird hart und damit sogar weniger transportfähig. In solchen Fällen kehrt sich die eigentlich stuhlregulierende Wirkung um. Eine Verstopfung ist die Folge. Solche Effekte treten besonders gerne im Zusammenhang mit zusätzlich eingenommener Weizenkleie auf. Außerdem kann ein Überangebot, vor allem an Obst, den Darm auch überfordern. Häufiger Stuhldrang und eine weichere Stuhlkonsistenz bis hin zum Durchfall, begleitet von Blähungen, sind die Folge.
Wenn Sie sich also entschließen den Ballaststoffanteil in ihrer Ernährung zu verbessern, gehen sie es aber vor allem langsam an und achten sie auf ihren Flüssigkeitshaushalt. Die Darmflora muss sich erst an die veränderte Ernährung gewöhnen. Wenn sie ihren Darm überfordern kann das in starkem Völlegefühl und Blähungen resultieren. Überhaupt ist jeder Mensch auch in dieser Hinsicht unterschiedlich. Was der eine Mensch problemlos verträgt, kann für den anderen bereits ein Problem darstellen. Achten Sie auf Ausgewogenheit in der Zusammensetzung, beschäftigen sie sich mit dem was sie essen und vermeiden Sie einseitige Ernährung. Der Darm wird es Ihnen danken.

Wenn das Herz stolpert…

Es kommt zumeist sehr unverhofft. Ein gemütlicher Abend auf der Couch nach einem langen und anstrengenden Tag und plötzlich rumpelt und klopft es im Brustkorb. Man bemerkt die Ungleichmäßigkeit des Pulses, also des Herzschlages und gelegentlich das Gefühl eines „Aussetzers“. In den allermeisten Fällen wirkt diese Herzrhythmusstörung zunächst mal sehr unangenehm und  bedrohlich. Was ist denn da überhaupt los?

Herzrhythmusstörung im Alltag

Es gibt eine größere Zahl von Herzrhythmusstörung, die uns im Alltag begegnen können. Manche sind harmlos, manche können aber auch Probleme bereiten. Hierbei ist es wichtig sich zunächst zu vergegenwärtigen, wie ein Herzschlag entsteht. Es gibt am Herz einen kleinen Bezirk der Sinusknoten genannt wird und als Taktgeber fungiert. Er sorgt für einen sehr gleichmäßigen Abstand der Herzschläge zueinander, wie bei einem Musiktakt. Die Geschwindigkeit des Rhythmus wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Bei Anstrengung und Aufregung beschleunigt sich der Puls, bei Entspannung und Schlaf wir er langsamer. Der Impuls für einen Herzschlag kann jedoch manchmal für einzelne Schläge von einem anderen Punkt des Herzens ausgehen und die vorher bestandene Gleichmäßigkeit des Rhythmusses wird gestört. Dieser andere Herzschlag wird Extrasystole genannt. Das ist in den allermeisten Fällen harmlos, kann aber eben unangenehm sein.

Untersuchungsempfehlung zur Herzrhythmusstörung

Letztlich sollte jede Herzrhythmusstörung untersucht werden. Ist das Herz grundsätzlich gesund? Mittels verschiedener Techniken und Untersuchungen lässt sich zumeist recht gut klären inwieweit tatsächlich ein besonderer und therapiebedürftiger Befund oder lediglich eine harmlose Unregelmäßigkeit vorliegt. Zu diesem Zwecke muss man auch nicht zwingend in ein Krankenhaus, die meisten Untersuchungen können auch ambulant durchgeführt werde. Voraussetzung ist zunächst ein entsprechendes Gespräch zwischen Arzt und Patient über die Umstände dieses „Herzklopfens“. In meiner Praxis in Düsseldorf kann ich sie als Hausarzt und Kardiologe dahingehend gerne untersuchen und beraten.

„Ich hab Herzflimmern..“

Elektroschock beim Kammerflimmern

Vielleicht haben Sie einmal den Satz „Ich hab Herzflimmern..“ bereits in ihrem Bekanntenkreis gehört. Mit dieser Diagnose ist eigentlich ein medizinisches Problem nicht ganz korrekt beschrieben. Genau genommen gibt es zwei grundsätzliche Formen von „Flimmern im Herzen“.

Wenn Sie sich für die genauen Zusammenhänge interessieren, so möchte ich ihnen das etwas erläutern:


Zur Erinnerung, das Herz besteht aus zwei Hauptkammern und Ihnen zugeordnet zwei Vorhöfe. Die Hauptpumparbeit erzeugen die Kammern, nachdem sie zuvor durch Blut aus den Vorwürfen gefüllt wurden.

Beim „Herzflimmern“ ist im überaus größten Teil handelt es sich hierbei um ein sogenanntes Vorhofflimmern. Eine häufige Erscheinung die für den Patienten meist auch spürbare Verschlechterung der effektiven Herzleistung mit sich bringt. Durchaus nicht selten ist diese Veränderung zunächst aber auch unbemerkt verlaufen.

Was passiert beim Vorhofflimmern?

Der Dirigent des Herzrhythmus ist ein kleines Areal im Bereich des rechten Vorhofes, der sogenannte Sinusknoten. Der setzt normalerweise, bildlich gesprochen, einen Startfunken, dessen Strom sich dann gleichmäßig über den Vorhof ausbreitet und zu einem Zusammenziehen des Vorhofmuskels führt. Nach einer kurzen Verzögerung folgt sie Weiterleitung des Impulses auf die Kammer. Im Fall des Vorhofflimmerns kommt es zu einer diffusen und ungeordneten Erregung die auch nur ganz unregelmäßig eine Überleitung und nachfolgende Kontrakttour der Kammer zufolge hat. Diese unregelmäßige Abfolge und das Fehlen des eigentlichen Vorhofanteils an der Füllung der Kammer führen zu einer Abnahme des minütlichen Schlagvolumens, die Leistung sinkt.

Ein weiteres Problem ist aber vor allem, das sich in dem „zitternden“ Vorhof kleine Blutgerinnsel durch Verklumpung bilden können. Lösen sich diese ab und werden mit dem Blutstrom verschleppt, können sie einen Schlaganfall kleineren oder größeren Ausmaßes erzeugen. Es wird angenommen, dass mindestens ein Drittel der Schlaganfälle durch diese Form der Rhythmusstörung und ihre Blutgerinnsel hervorgerufen werden. Somit handelt es sich also durchaus um ein ernstes Thema. Tatsächlich leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen an den Problemen des Vorhofflimmerns. Wie bei allen Herzrhythmusstörungen ist ein EKG das wichtigste Instrument um das Geschehen richtig einzuschätzen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Wenn sie also einen Leistungsknick, Luftnot oder einen unregelmäßigen Herzschlag verspüren, wenden sie sich an ihren Hausarzt. Auch ich als niedergelassener Internist (Schwerpunkt Kardiologie) und Hausarzt in Düsseldorf kann ihnen gerne dabei weiterhelfen.

Was passiert beim Kammerflimmern?

Zu unterscheiden ist das Vorhofflimmern von einer ganz anderen und dramatischeren Form des „Herzflimmern“, dem Kammerflimmern. Hierbei ist eine ähnliche, dauerhafte und diffuse Erregung der Herzkammer die Ursache, nicht mehr nur der Vorhöfe. Die Ursache hierfür ist häufig ein durch Gefäßerkrankung geschädigte Herz. Es ist ein absoluter Notfall, denn faktisch entspricht das Kammerflimmern einem Herzstillstand. Es verläuft, anders als das Vorhofllimmern, wenn nicht durch Elektroschockunterbrochen, sehr schnell tödlich.

Der Hausarzt – früher und heute

Früher war er der Arzt für alles, der Hausarzt. Der väterliche Freund der Familie, der schon die Oma betreut hat. Er wußte zu jeder Frage eine Antwort, hatte für jeden ein offenes Ohr oder einen Rat. Er war der Universaldoktor, mit jedem Fachbereich der Medizin war er vertraut. Die Erkrankungen die er nicht behandeln konnte, gab es auch nicht. Das war früher…

Heute haben sich die Dinge grundsätzlich sehr stark geändert. Natürlich sind der grippale Infekt und die Magenverstimmung, der hohe Blutdruck und die nächste Impfung noch immer in der Hand des Hausarztes. Wenn es aber zu weitergehenden und langwierigen Erkrankungen kommt, wird es kompliziert. Die fortschreitende Wissenschaft hat mehr und mehr diagnostisches und therapeutisches Neuland gefunden. Krankheiten werden heute sehr viel besser verstanden und differenzierter behandelt. Auch wenn wir noch immer weit davon entfernt sind, die zum Teil sehr komplizierten Strukturen des Körpers bis ins letzte Detail zu verstehen, hat die zunehmende Zahl an medizinischen Möglichkeiten eine irrsinnige Bandbreite oft sehr aufwendigen Behandlungen mit sich gebracht. Hierfür sind Expertise und zum Teil entsprechende Zentren gefragt.

Aber wer durchschaut noch welche Krankheit nun heute von wem gut behandelt wird und wo finde ich diese Ärzte? Was bedeutet das für Sie als Patient?

Insbesondere in den Ballungszentren, wie zum Beispiel bei uns in Düsseldorf, gibt es diese Vielzahl von unterschiedlichen Fachrichtungen mit unterschiedlichen Qualifikationen. Hier kommt der „moderne Hausarzt“ ins Spiel. Zum einen bündelt er die Informationen der verschiedenen Spezialisten, kann verhindern, daß Informationen zwischen den Fachrichtungen verloren gehen und Empfehlungen aussprechen. Er kennt aus dem Alltag und den Fortbildungen die Stärken und Schwächen der Kollegen. Er kann Ihnen dabei helfen die richtigen Experten für Sie zu finden. Auch ich kann Sie in meiner Praxis beraten und im Dschungel der modernen Medizinwelt ihren Pfad ausleuchten. Denn letztlich geht es um ihr Wohl…